End of the rise of social media? What about social media research?

Social media is still on the rise. Large networks, especially Facebook, increase not only their reach, most users use the site also more intense the longer they are members. These are findings from a recent research report by Gartner. But the report shows more: 

Gartner surveyed 6.295 people aged 13-74 in eleven different marketsbetween December 2010 and January 2011 .37 percent of respondents - most of them from young target groups - stated that they use their favorite social network more intense than at the beginning of their membership.

However, in some markets there seems to be an end of the rise of social media usage among consumers. Nevertheless, 24 percent said that the intensity of usage has decreased.

The markets where the users are more engaged with social media include, among others, South Korea and Italy, while the users in Brazil and Russia are tending to be less on the social web. The most important argument for reduced use: data protection and privacy.

What does this mean for Social Media Research? 

The same as for Social Media Marketing. That’s easy enough…

It isn’t enough to have a survey or even a poll on Facebook. That’s not how it works. We need innovation, we need inspiration. And we need to know the users of social networks annd their behaviour before we can survey than. Actuality is king as well keeping the attention high in order to use the very short attetion span in social networks. Tht btw is to my point of view one of the omst important reasons why gamification is more than a buzzword in recent times. 

So let’s get creative, and start by attending The Market Research Event 2011 in Florida, hosted by IIRUSA

No insight without context!

Some time has passed since “contextual insights” was promoted (by Bruce Tempkin and others) as a great opportunity to deliver and activate insights.

Contextual insights – as the opposite of pure statistical analysis – need a broad and deep understanding of our clients’ business. In other words contextual insights are “…observations drawn from data that resonates with an understanding of the business”.

We benefit from contextual insights primarily by understanding the business context for the interpretation and application of the results, combined with adequate data.

I like the idea very much, I think it’s extremely charming. We might need more than data to deliver good insights. We have to dive deep into the client’s business world and understand the context of their needs and opportunities.

But that’s not easy in every case (and btw. that’s the reason why highly specialized companies more often employ their own market researchers instead of commissioning external agencies…)

Social Media Data is a perfect field for contextual data. Although there are tons of data, they weight nothing without appropriate context information.

This is a graph of more than 10,000 Facebook statusmessages, where people have reported that they have separated.

What is clearly missing here are real “contextual insights”, because the data reveal only the “when” and not the “why“. But as a starting point for analysis and as a pool for building hypothesis social media data could be quite interesting.

The question that remains is whether this is already the end of the road or if there is more.

Let’s see what we can learn from the 2011 TMRE11 in November, hosted by IIR USA. There is a nice track called “Activating Insights”. Really looking forward to it

Ist Social Media Monitoring gar keine Marktforschung?

Ich habe gerade einen in mehrerer Hinsicht interessanten kurzen Beitrag bei bnet.com gefunden.

Dort macht Geoffrey James in sehr klaren Worten seinen Standpunkt deutlich, dass das, was man über Techniken des Social Media Monitoring über Konsumenten herausbekommt, nichts mit Marktforschung zu tun hat.

Hier seine vier Argumente:

1. Geschichten sind keine Beweise. Tausend Geschichten haben genau die gleiche Gültigkeit wie eine Geschichte, die genau gleich Null ist. Wenn Geschichten Beweise sind, dann sind fliegende Untertassen, Gespenster und Kobolde alle echt.

2. Kommentare sind selbst-selektiv. Echte Forschung beruht auf statistischen Zufallsstichproben. Personen, die kommentieren, sind für das Kommentieren empfänglich, was ihre Eingänge statistisch wertlos macht.

3. Anonymität erzeugt Verzerrung. Weil sich Kommentatoren oft nicht mit den echten Namen identifizieren, fühlen sie sich frei für “spitzbübische Stellungnahmen”.

4. Bezahlte Kommentare kommen Social Web gehäuft vor. PR-Firmen kaufen häufig Kommentare, die damit gefälscht sind. Umgekehrt bestellen Wettbewerber Kommentare mit gefälschter Kritik.


Warum das interessant ist?


Ebenfalls aus vier Gründen…

1. Weil es sich um “Totschlagargumente” handelt, die in der ein oder anderen Form auch für traditionelle Marktforschung gelten, dort aber mehr oder weniger sehenden Auges in Kauf genommen oder einfach ignoriert werden bzw. in Vergessenheit geraten sind.

2. Weil es erstaunlich ist, mit welchem Brustton der Überzeugung hier geschrieben wird. Als ob es nicht auch sehr schöne Beispiele gibt, dass eben Social Media Monitoring einen wichtigen Beitrag für Marktbearbeitung, Marketing, Markenführung und somit auch der Marktforschung leistet.

3. Weil nicht erst seit gestern Dienstleister, Consultants, und andere intelligente Leute die Möglichkeiten, die Social Networks der Marktforschung bieten, abwägen, bewerten, modifizieren und inspirierend einsetzen. Nur so bleibt die Marktforschung für unsere Kunden relevant!

4. Und schließlich, weil es Marktforschung reduziert und die immer noch weit verbreitete Sicherung des Status Quo stützt. Und damit sind die Argumente einer aufgeschlossenen Diskussion zu zukünftigen Anforderungen und Möglichkeiten alles andere als zuträglich.

Sei’s drum.
Ich hoffe nur, dass sich Auftraggeber, die sich unwohl mit dem Status Quo der Marktforschung fühlen, nicht verunsichern lassen und weiterhin mutig neue Wege bestreiten.

Tot oder lebendig, egal. Marktforschung muss sich strecken…

Endlich mal eine sehr gute Kolumne auf marktforschung.de, noch besser als die anderen.
Der Umgang mit Social Media und Social Media Marketing durch die Marktforschung war (wieder mal) das Thema. Und ich glaube, die Kolumne sollte Mut machen, indem sie Angst vor allzu großer Veränderung nimmt.

Aber eine Sache habe ich auch nach mehrmaligem Lesen nicht ganz verstanden:
Wie kommt dieser Turn der Argumente zustande von einer m.E. richtigen Situationsbeschreibung (Ich mag den Ausdruck „erstaunlich konservative Ader“) zu diesem Push einer „Alles wird gut“ bzw. „Alles ist nicht so schlimm“-Stimmung? Wer kann mir auf die Sprünge helfen?

Vielleicht bleibt mehr gleich in unserem täglichen Arbeiten, unseren Methoden und Herangehenweisen als sich daran ändert, kann sein, wer weiß das schon.

Aber dass sich etwas ändern muss, liegt m.E. auf der Hand. Können wir die vom Oliver aufgenommene Frage „Wer, wenn nicht wir?“ wirklich so selbstbewusst beantworten? Und kommen unsere Kunden und Auftraggeber zu der gleichen Antwort auf diese Frage wie wir?
Meine Antwort ist: Nicht unbedingt!

Was ich schon Ende 2009 gesagt habe, glaube ich immer noch. Das Thema Social Media ist technologisch und methodisch eine Herausforderung an uns, keine Frage.
Aber es ist auch und vielmehr eine Herausforderung an die Positionierung der Branche. Denn durch Social Media wird deutlich, dass diese nicht mehr stark genug ist, nicht mehr bei allen unseren Kunden, nicht bei uns selber (warum braucht es sonst diese „Weckruf-Beruhigungs-Kolumne“) und schon gar nicht bei unseren alten und neuen Konkurrenten aus Beratung und Marketing.

Ja, wir sind alle „Versteher“, die Oliver aufzählt, alles richtig (mal besser, mal schlechter).

Aber sind wir auch „Markteting-Versteher“, wenn Marketing kein Bestandteil unserer Ausbildung ist? Und reicht „Verstehen“ überhaupt aus heutzutage? Und was ist mit Unterstützung bei der Umsetzung? Sind wir auch „Umsetzer-Versteher“? Und wenn nein, warum eigentlich nicht? Oder sind wir „Konkurrenz-Versteher“? Wir sagen unseren Kunden alles Mögliche über ihre Märkte, aber mit der Definition und Beobachtung unsere eigene Kategorie tun wir uns so schwer.

“Zukunft braucht Herkunft”, das gefällt mir gut, von mir aus gerne.
Aber das Festhalten an der Herkunft darf nicht bedeuten, dass wir versuchen alle herkömmlichen Modelle, Methoden und Ansprüche den neuen Herausforderungen überzustülpen. Denn das wird nicht funktionieren. Albert Einstein war es, der gesagt hat: “The definition of insanity is doing the same thing over and over again and expecting different results”

Interessant auch, dass „das Wort“, also die Kolumne weiter getragen wird, auch über eben die Social Media Kanäle. Also Augen auf: wir tun es auch, wie so viele andere. Social Media bestimmt auch unsere Interaktion mit.

Daher würde ich es eher – frei nach Frank Zappa – so beschreiben: „Market Research isn’t dead. It just smells funny.”

Marcell D’Avis – Ein MaFo-Thema wird Testimonial

Es wurde ja hier und da schon viel über die aktuelle Kampagne von 1&1 geschrieben. Wie bei jeder Kampagne wird es so sein, dass sie einigen gefällt und einigen nicht gefällt, normal.

Was ich interessant finde ist, dass ein aus meiner Perspektive stark durch MaFO beforschtes Thema nun endlich den Einzug in eine Kampagne erhält, sogar mehrstufig. Und das ist mehr, als das übliche „Tests mit 232 Frauen haben gezeigt, dass 80% das Produkt weiterempfehlen würden“, Schriftgröße 7, Einblenddauer 5 Sekunden.

Ich bin gespannt, wie sich die Kampagne entwickelt und vor allem wie sie ankommt. Ich habe da zwar keine Aktien drin, könnte mir aber vorstellen, dass eine so prominente Rolle der Kundenzufriedenheit bei der Kampagnen- ja wahrscheinlich sogar bei der Markenpositionierung, in Zeiten eines ungeregelten, offenen Feedbacks via Social Media Probleme bereiten kann.

Mutig finde ich das auf jeden Fall…

Höhere Datenqualität im web 2.0 durch Offenlegen der Auftraggeber

So oder so, die Initiative  der US-Regierung gegen Schleichwerbung im Internet vorzugehen, hat etwas. Vor verspricht sie eine Verbesserung der Qualität der Datenmengen, die täglich im Internet durch user generated content produziert werden.

Denn im Moment ist – bei allen technologischen Möglichkeiten – nicht deutlich, aus welchen Motiven Personen Blogbeiträge kommentieren, Twitter nutzen oder Statusmeldungen auf Facebook pflegen. Das kann aus Mitteilungsbedürfnis und Freude am Netwerken, aus Eitelkeit, Gewohnheit oder Annehmen einer parallelen Identität geschehen, aber eben auch zur Produktvermarktung passieren. Schleichwerbung ist dann der richtige Ausdruck.

Die nun im Raum stehende Verschärfung der Verfolgung von Schleichwerbung führt vielleicht wirklich dazu, dass die Auftraggeber solcher „Blogger-Kampagnen“ offen gelegt werden müssen. Dann wäre es „nur“ noch eine technische Aufgabe diese Angaben zu filtern und dementsprechend als „web 2.0 Auftragscontent“ zu klassifizieren. Somit wäre für die Marktforschung ein Content-Stream anhand einer Motivation eindeutig benannt und separat analysierbar.

Mal sehen, was sich da entwickelt…

Hier kann die Marktforschung etwas lernen…

In einem kurzen und lesenswerten Beitrag von Katie Delahaye Paine auf ihrem PR Measurement Blog stellt die Autorin einmal die Verhältnisse zwischen dem Anteil menschlicher und technologischer Leistung klar.

  • „Companies are recognizing that analysts drive insights, not the analytics tool itself.”
  • “Invest 10% of your analytics budget on the actual technology and 90% of your budget in the people who deliver actionable insight, whether in-house analysts, agencies, or vendor partners. It’s the people that matter.“
  • “There’s a new tool released every week […]NONE of them measure reputation, relationships, brand health, brand strength or anything else. […]”
  • “you need a sapient human, familiar with your goals and objectives that can look at those numbers and charts and draw some conclusions and make recommendations.”

Und das gilt für die Marktforschung – übrigens nicht nur im Kontext von social media marketing – ebenfalls. Es schadet sicher nicht, sich das immer einmal wieder ins Bewusstsein zu bringen…