Conversation is King, auch im MaFo-Web – Florian Tress

Seit kurzem hat Florian Tress von ODC ein neues MaFo-Blog. Und gleich die erste fünfteilige Serie “Gute Neujahresvorsätze für das Mafo-Web” ist ein sehr gelungener Überblick über Sinn und Unsinn des Bloggens, über den Einstieg, Tools und Learnings.

In Teil 5 lernen wir,worauf es dann inhaltlich ankommt, und wie man seine Beiträge strukturiert. Also, Themen gibt es genug in der MaFo.

Und 2012 hat auch schon angefangen…

Die Webmaster alter Schule wissen noch: Content ist King! Webseiten, die nur der Form nach für Suchmaschinen optimiert sind, aber inhaltlich nichts zu bieten haben, werden langfristig auch keinen Erfolg haben. Wer also auf seine Webseite Besucher locken möchte, ködert am besten mit interessanten und relavanten Storys.

Dieser Grundsatz ist sicherlich nicht falsch geworden. Heute, im Zeichen von Web 2.0, ist man jedoch noch ein Stück weiter: Conversation is King, content is just something to talk about! Erfolgreiche Seiten ziehen Diskussionen auf sich und sind vor allem als Treffpunkt für die Besucher attraktiv. Das kann man mit eigenem Content erreichen, muss aber nicht: Inhalte sind nur Mittel zum Zweck.

Das hat weitreichende Konsequenzen für die Gestaltung und Pflege der eigenen Seite. Es geht nicht mehr in erster Linie darum, aktuelle Inhalte verfügbar zu machen, sondern vor allem, seine Besucher zu Feedback zu provozieren. Wenn die Leser erst einmal aus der Anonymität getreten und damit ansprechbar geworden sind, wenn eine richtig gute Diskussion in den Kommentaren angelaufen ist, sorgen die Besucher fast selbst für genug Gesprächsstoff. Nebenbei bekommt man als Betreiber einer Webseite die Gelegenheit, mit seinen Besuchern in Austausch zu treten.

Um dorthin zu kommen, sollte das “Futter” für die eigenen Leser der RITE-Regel folgen: Relevant, Interessant, aktuell (Timely) und unterhaltsam (Entertainig) sein. Nur dann kann man sich sicher sein, dass die Leser darüber sprechen möchten. Wenn aber, dann sollte direkt an der entsprechenden Stelle das Angebot für Kommentare bereit stehen, um die Diskussion an sich zu binden und nicht andernorts stattfinden zu lassen.

Genau deshalb kann man sich aber auch umgekehrt fast sicher sein, eine Reaktion zu bekommen, wenn man einen Kommentar unter einen Blogpost setzt oder jemanden auf Twitter erwähnt. Und das erleichtert unheimlich die Kontaktaufnahme: man hat das Thema bereits vorgegeben, spricht über die Sache und kann zunächst einmal ausblenden, wer da mit welchem Hintergrund mit wem das Gespräch sucht. Versuchen Sie das doch einmal bei einem Cold Call! Und dass daraus häufig viel mehr werden kann, belegen exemplarisch die vielen Berichte im Blog der Punktefrau, wie Twitter-Kontakte in die wirkliche Welt reichen.

Ich habe bereits erwähnt, dass Social Media nicht notwendigerweise mit Blogs zu tun hat (auch wenn ich das den ersten und einfachsten Schritt finde). Und so sollen hier natürlich am Ende nicht die vielen Diskussionsmöglichkeiten vergessen werden, die XING, LinkedIn und andere Netzwerke anbieten. Meistens gibt es hier Moderatoren (z.B. Alper Aslan auf XING), die sich mit großem Einsatz dafür einsetzen, dass die Diskussion mit den richtigen Themen und Gesprächsimpulsen attraktiv bleibt. Aber auch hier gilt: das Mafo-Web lebt von der Diskussion, während Content nur ein Anlass ist.

Die Artikel der letzten fünf Tage haben sicherlich nur einen goben Überblick geben können. Und am Ende wird auch jeder seinen eigenen Stil und seine eigenen Strategien finden müssen. Ich hoffe aber, dass ich zumindest die Neugierde steigern konnte und die Hemmschwelle für den Einstieg ins Mafo-Web gesenkt habe. Wir sehen uns hoffentlich bei vielen spannenden Mafo-Diskussionen!

Listening to the MaFo Web… – Florian Tress

Seit kurzem hat Florian Tress von ODC ein neues MaFo-Blog. Und gleich die erste fünfteilige Serie “Gute Neujahresvorsätze für das Mafo-Web” ist ein sehr gelungener Überblick über Sinn und Unsinn des Bloggens, über den Einstieg, Tools und Learnings.

In Teil 4 lernen wir, wie man die ersten Hürden im MaFo-Web spielend überbrückt. Passive Teilnahme ist erstmal einfacher als aktive, macht aber nicht so vile Spaß!

Dem Social Web hängt nach wie vor der (ungerechtfertigte) Ruf an, nur etwas für Selbstdarsteller zu sein. Doch nicht jeder Marktforscher drängt in die Öffentlichkeit und möchte etwas von sich Preis geben. Heute möchte ich einige einfache Techniken vorstellen, wie man vom MaFo-Web durch bloses Zuhören bzw. Mitlesen profitieren kann (auch wenn die ganze Sache natürlich vom aktiven Mitmachen lebt).

Wie funktionieren RSS-Abonnements?
Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenige Menschen mit RSS-Feeds umgehen können. Dabei ist die Technik absolut einfach und trotzdem ziemlich lohnend. Ich glaube, dass uns Bloggern diese Technik so geläufig ist, dass wir meinen, sie gar nicht mehr erklären zu müssen. Ich probiere es trotzdem einmal:

Dass Sie eine Seite abonnieren können, erkennen Sie immer an diesem Zeichen . Wenn Sie eine Seite abonnieren, werden Sie immer benachrichtigt, wenn diese Seite aktualisiert wird. Sie brauchen diese Seite also nicht mehr selbständig zu besuchen, um nachzusehen, ob es etwas Neues gibt, sondern werden direkt benachrichtigt.

Um eine Seite überhaupt abonnieren zu können, benötigen Sie einen sog. Feedreader – also ein Programm, das Ihre Abonnements verwaltet und Sie bei Neuigkeiten benachrichtigt. Einige geläufige Programme, die Sie als Feedreader einsetzen können ist Outlook, Google Reader oder die Freeware Feedreader. Ich persönlich bevorzuge den Google Reader, aber das muss jeder selbst entscheiden. Für jemanden, der den ganzen Tag Outlook offen hat, mag diese Lösung besser sein.

Klicken Sie nun einmal auf das Symbol um zur Adresse des Feeds zu gelangen (also  http://www.forschungsfront.de/feed/). Diese Adresse benötigen Sie für Ihr Abonnement (keine Sorge, wenn die Seite im Browser merkwürdig aussieht). Kopieren Sie die Feed-Adresse einfach aus der Browserzeile, und fügen Sie sie in ihrem Feedreader hinzu (Im Google Reader gibt es dafür einen dicken, roten Button: ABONNIEREN). Herzlichen Glückwunsch, Sie haben die Seite abonniert!

Keine Angst, wenn Sie mehrere Abonnements gleichzeitig haben – ich zum Beispiel habe zur Zeit 338 Seiten abonniert und kann beim besten Willen nicht alle Neuigkeiten lesen, die jeden Tag auf mich einprasseln. Genau das kann ich aber bei einer Tageszeitung auch nicht. Und so gehe ich Tag für Tag wie bei einer Zeitung durch die Überschriften und lese am Ende nur die Texte, die mich auf Anhieb ansprechen. In jedem Fall habe ich aber jeden Tag die aktuellsten News  zu den unterschiedlichsten Themen, genau auf meine Interessensgebiete zugeschnitten.

Wie finde ich Blogs, die mich interessieren?
Um interessante Blogs zu finden, die man zu seinen Abonnements hinzufügen kann, gibt es verschiedene Techniken:

  • Suchmaschinen: Eine ganze Reihe von Suchmaschinen sind darauf spezialisiert, Blogs zu durchsuchen, und so möglichst aktuelle Ergebnisse zu bekommen; z.B. Icerocket, Technorati oder Google Blogs.
  • Blog-Verzeichnisse: Neben den Suchmaschinen gibt es auch Blog-Verzeichnisse, die gängige Blogs in Rubriken listen, z.B.: Bloggerei oder Blogalm. Darüber hinaus gibt es für die Marktforschung auf ResearchVibes viele gute Tipps.
  • Blogroll: Viele Blogs haben eine sog. Blogroll, d.h. eine Sammlung von Links zu Blogs, die vom Blogautor empfohlen werden.

Wie kann ich mit Twitter zuhören?
Bei Twitter kann man beliebig vielen Teilnehmern zuhören (Follow), und damit ihre Beiträge quasi “abonnieren”. Wann immer die Twitteristi etwas neues schreiben, erscheinen ihre Nachrichten wie bei einem Newsticker ganz oben. Das Besondere an Twitter: eine Nachricht darf nur 140 Zeichen haben. Das reicht gerade für die Überschrift und den Link zum Artikel. Oder ein ganz wirklich kurzes Statement.

Wie bei den RSS-Feeds muss man als Leser auch hier selektiv vorgehen. Wenn eine Überschrift interessant ist, kann man dem Link folgen, ansonsten lässt man die Nachricht unbeachtet an sich vorüberziehen. Das besondere an Twitter ist jedoch die Möglichkeit, interessante Nachrichten an die eigenen Abonnenten (Follower) weiterzureichen (retweeten). Durch diese Weiterempfehlungen kann sich eine gute oder wichtige Nachricht wie ein Lauffeuer in kürzester Zeit unbegrenzt verbreiten.

Fazit
Während XING und andere Netzwerke den grundsätzlichen Anspruch haben, zumindest die wirklichen Beziehungen online abzubilden, sind sowohl Twitter als auch RSS-Feeds vollkommen offen. Hier kann man Marktforschern zuhören bzw. von ihnen lesen, denen man in der wirklichen Welt noch nie begegnet ist und etwas vollkommen neues erfahren. Deshalb sind RSS und Twitter zwar lange noch nicht die einzigen Möglichkeiten im Social Web, aber sie bieten den deutlichsten Mehrwert im Vergleich zu Offline.

Tipps und Tricks für den MaFo Blog – Florian Tress

Seit kurzem hat Florian Tress von ODC ein neues MaFo-Blog. Und gleich die erste fünfteilige Serie “Gute Neujahresvorsätze für das Mafo-Web” ist ein sehr gelungener Überblick über Sinn und Unsinn des Bloggens, über den Einstieg, Tools und Learnings.

Teil 3 beschäftigt sich mti konkreten Tipps und Tricks für den Einstieg als MaFo Blogger. Glaubt mir, es ist nicht wirklich schwer, man braucht nur ein dickes Fell ;-)

Ich persönlich bin überzeugt, dass ein Blog – wenn er auch nicht zwangsläufig im Zentrum der Social Media Aktivitäten stehen muss – für die meisten Unternehmen am leichtesten umzusetzen ist und den unkompliziertesten Einstieg in die ganze Materie bietet. Der Grund dafür ist, dass man häufig nichts an den bisherigen Gewohnheiten, sondern nur an der Technik ändern muss, um erste Erfolge zu erzielen.

Die technischen Voraussetzungen
Geschätzte 95% aller Marktforschungsinstitute haben auf ihrer Homepage ohnehin schon eine Rubrik mit Pressemitteilungen, News, aktuellen Studien, Vorträgen oder Ähnlichem. Mit anderen Worten: Hier werden bereits aktuelle Nachrichten auf der Homepage angeboten; Material für einen Blog wäre also genug da. Es sind aus meiner Sicht also nur drei technische Funktionen notwendig, um solche Rubriken in einen leistungsfähigen Unternehmensblog zu verwandeln:

  • RSS-Feed RSS: Ein RSS-Feed ist eine automatisch erstellte Datei, die die jeweils aktuellsten Artikel des Blogs listet. Spezielle Programme, sog. Feedreader, können diese Datei auslesen und so erkennen, ob seit dem letzten Besuch ein neuer Artikel hinzugekommen ist. Ist dies so, werden die Nutzer des Feedreaders  automatisch über die Aktualisierung auf der Homepage informiert, ohne dass der Betreiber des Blogs etwas dazu tun muss. Ein RSS-Feed kann also die Reichweite von Unternehmensmitteilungen deutlich erhöhen.
  • Kommentarfunktion: Wenn Neuigkeiten von Lesern kommentiert werden können, verwandelt sich aus der Einbahnkommunikation plötzlich ein Dialog. Damit bekommt man leicher ein inhaltliches Feedback zu seinen Nachrichten und kann schneller Kontakte mit Interessenten knüpfen. Und genau darum geht es am Ende ja: mit potenziellen Kunden und Geschäftspartnern ins Gespräch kommen.
  • Social Media Anbindung: Bei den meisten Blogs ist das keine nennenswerte technische Funktion, für Unternehmen kann es aber einen großen Unterschied machen: Wenn eine neue Nachricht veröffentlicht wird, werden auch automatisch alle Profile in den Sozialen Netzwerken aktualisiert. Für die neuesten Blogartikel wird also automatisch auf Facebook, Twitter, LinkedIn, u.Ä. geworben. Durch die Nutzung unterschiedlicher Kanäle erhöht man nicht nur die Reichweite seiner Nachrichten, sondern schafft gleichzeitig die Vorraussetzung, dass sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreiten kann.

Fassen wir zusammen: Es spricht nach wie vor nichts dagegen, einen Newsletter, eine Pressemitteilung oder Kundenzeitung auch per Email zu versenden. Ein Blog (man muss ihn ja nicht einmal so nennen) kann die Reichweite solcher Aktionen aber dramatisch erhöhen. Man erreicht über die Social Media-Anbindung mehr Leute als vorher und gibt ihnen über RSS-Feeds die Chance, selbständig am Geschehen zu bleiben. Über die Kommentarfunktion kann man die Kontaktaufnahme mit diesem Publikum erleichtern. Der Aufwand für die Umstellung ist vergleichsweise gering, denn meistens wird das bestehende CMS diese Funktionen ohnehin schon bieten können. Ansonsten empfehle ich WordPress, weil diese Software nicht nur leistungsstark, sondern auch einfach zu bedienen ist (zum selber hosten oder kostenlos bei WordPress).

Den Blog gezielt einsetzen
Erst in einem zweiten Schritt kann man sich als Unternehmen Gedanken machen (muss aber nicht), ob der Blog nicht auch eine Plattform für weitere Inhalte sein kann. Dieser Schritt ist im Gegensatz zur technischen Umstellung nicht nur einmalig, sondern erfordert eine Veränderung der Gewohnheiten und Routinen. Hier muss auch jeder Blogger selbst entscheiden, was er mit seinen Beiträgen bewirken möchte, wie der Blog zur Unternehmensphilosophie oder Marketingstrategie passt. Ich möchte hier lediglich einige Anhaltspunkte geben, worüber man in einem Blog schreiben kann:

  • Berichte von Veranstaltungen: Andere Teilnehmer der Veranstaltung werden solchen Berichten besondere Aufmerksamkeit schenken, alle anderen Leser bekommen einen positiven Eindruck vom fachlichen Engagement des Marktforschers.
  • Neue Methoden / Forschungstechniken: Nicht immer reicht eine gute Idee für einen ganzen Vortrag oder Fachartikel. Der Blog ist eine gute Möglichkeit, dass solche Ideen nicht in der Schublade verschwinden, sondern trotzdem mit einem Fachpublikum diskutiert werden können.
  • Kommentare zu Branchennews / Repliken: Wer die kontroversen Themen der Branche kommentiert, hat die Chance, mit seiner Meinung Einfluss auf die Entwicklungen zu nehmen, Allianzen zu schmieden und gemeinsam stärker zu sein.
  • Darstellung von Problemen: Man muss nicht unbedingt inkompetent wirken, wenn man ein fachliches Problem auf den Punkt bringen kann, ohne dafür schon eine Lösung zu haben. Im Gegenteil kann es wesentlich schlimmer sein, sich einer Problematik zu verschließen oder sie gar nicht zu bemerken. Mit dem Blog kann man aber einer Öffentlichkeit anbieten, an der Lösung eigener Probleme mitzuarbeiten.

Mit einem Blog kann man in der Marktforschung sicherlich noch ganz andere Dinge anstellen, aber entlang dieser Themen kommt man sicherlich ganz gut in die Praxis rein.

Ich würde mich freuen, bald neue Blogs in der Marktforschung kennenlernen zu dürfen!

Ich übrigens auch!!!

Mitmachen im MaFo-Web, Kosten und Nutzen – von Florian Tress

Seit kurzem hat Florian Tress von ODC ein neues MaFo-Blog. Und gleich die erste fünfteilige Serie “Gute Neujahresvorsätze für das Mafo-Web” ist ein sehr gelungener Überblick über Sinn und Unsinn des Bloggens, über den Einstieg, Tools und Learnings.

Heute wird es inhaltlich, Teil 2 liegt an. Gehaltvoll und mit einer Menge Potenzial zum Nachdenken. Das Richtige für den 2. Weihnachtsfeiertag…

Heute möchte ich einmal offen Bilanz ziehen, und den Aufwand bzw. die Kosten einer Teilnahme im Social Web dem Nutzen daraus gegenüber stellen.

Kosten: Was muss man bereit sein, zu geben?
Den unmittelbaren Zeitaufwand und die entstehenden Kosten kann man bei Social Media vielleicht sogar einmal unter den Tisch fallen lassen: Die Kosten von Social Media sind im Vergleich zu herkömmlichen Kommunikationsmaßnahmen eines Unternehmens zu vernachlässigen. Und beim direkten Zeitaufwand muss man sich höchstens von der Vorstellung punktueller Kampagnen lösen und auf eine kontinuierliche Kommunikation einstellen – sie macht zwar Arbeit, ist als Routine aber vielleicht sogar irgendwann nicht mehr richtig spürbar.

“Routine” ist aber das richtige Stichwort, denn damit bin ich beim eigentlichen Punkt: Ich möchte hier nämlich vor allem auf eine Argumentation eingehen, die ich dem sehr lesenswerten Artikel “Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause” von Kathrin Passig (Merkur 2011/12) entnommen habe und tatsächlich für die größte Schwelle für den Einstieg von Unternehmen in Social Media halte. Kathrin Passig beschreibt den Widerwillen gegen Social Media als Vermeidungsstrategie, etwas am eigenen Verhalten ändern zu müssen:

Die Abneigung gegen eine Beteiligung am Dialog ist kein Ergebnis schlichter Trägheit, sondern hat robuste und teilweise sogar rationale Gründe. Das heißt nicht, dass es schon in Ordnung ist, sich weiterhin die Bettdecke über den Kopf zu ziehen. [...] Vermeidungsverhalten ist selten vollständig irrational, sondern entsteht als Polster um objektiv lästige Lebensbestandteile. Aber wer die Vermeidung dieser unangenehm besetzten Situationen im Berufsleben für eine Lösung hält, der muss auch hinnehmen, dass Kinder lieber im Bett als in der Schule sein wollen. Die Vermeidungsstrategie eignet sich bestenfalls als Übergangslösung, und ihre Tage sind gezählt. (1141)

Und diese Änderung des eigenen Verhaltens ist realistischerweise zu erwarten. Sie hat etwas damit zu tun, dass man sich im Social Web gegenseitig besser wahrnimmt. Man kann andere Teilnehmer leichter beobachten und von ihnen lernen, man ist aber auch selbst stärker beobacht- und ansprechbar. Das führt mitunter zur unangenehmen Erkenntnis, dass man selbst auch nur mit Wasser kocht, und Andere manchmal vielleicht sogar schon weiter sind. Das eigene Selbstbild wird angegriffen, Lernprozesse angestoßen – all das ist mit “Mühe und Unbehagen” verbunden. Gleichwohl liegt darin aber auch die einzigartige Chance, besser zu werden!

Dabei ist es kurzfristig gesehen vielleicht sogar rational, Social Media zu vermeiden: Wer sich gar nicht erst auf einen öffentlichen Dialog einlässt, kann das Selbstbild und die eigenen Denk- und Arbeitsweisen leicht aufrechterhalten. Es werden auch keine Hinweise an einen herangetragen, wie man die eigene Arbeit besser machen kann – Hinweise, denen man nachgehen müsste und die deshalb Arbeit verursachen würden. All das vermeidet aber eben nur, sich auf etwas einzulassen, was für Unternehmen eigentlich ziemlich notwendig ist: die kontinuierliche Arbeit an sich selbst.

Um es also kurz zu machen: Der direkte Aufwand einer Teilnahme im Mafo-Web ist relativ gering. Die Teilnahme mag aber als Nebenwirkung so manche Veränderung anstoßen, die im ersten Moment unangenehm und vielleicht sogar mit Kosten verbunden ist. Gleichzeitig sind solche Veränderungen eine nachhaltige Investition in die Zukunft. Je länger man diese Investition hinauszögert, desto größer wird vielleicht der eigene Veränderungsbedarf und desto größer wird der Wettbewerbsvorsprung derer, die sich frühzeitig darauf eingelassen haben. Vermeidungsstrategien sind eben nur eine Übergangslösung.

Nutzen: Was kann ich mir erwarten?
Damit ist man beim Nutzen angelangt: das Social Web kann positive Impulse für Veränderungen im Unternehmen liefern, es ist eine nachhaltige Investition in die Unternehmenszukunft. Das hört sich zugegebenermaßen nach hohlem Marketing-Sprech an, ist aber (zumindest nach meiner Erfahrung) alles andere als eine leere Phrase.

Surveytainment und Gaming zum Beispiel werden in der Fachpresse noch gar nicht richtig diskutiert und auch erst jetzt einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Im MaFo-Web tauchen diese Themen dagegen schon seit mindestens drei Jahren auf. Wer also eine Idee von den Branchentrends bekommen möchte, sollte unbedingt das Geschehen im Netz verfolgen. Bei Unklarheiten oder Zweifeln wird der jeweilige Urheber einer These gerne Rede und Antwort stehen; das ist gängige Dialogkultur im Social Web. Auf diese Weise kann man aber in jedem Fall ein Gespür für Themen bekommen, sich frühzeitig auf neue Entwicklungen einstellen und ganz nebenbei eine Menge neuer Dinge lernen.

Aber auch in der Außenwirkung ist die Teilnahme am MaFo-Web nicht zu unterschätzen. Letztlich ist Social Web ja nur ein Sammelbegriff für eine Vielzahl neuer Kommunikationswege, die genutzt werden können. Hier sind vor allem zwei Vorteile zu nennen:

  • Drei Fliegen mit einer Klappe: In einem früheren Beitrag habe ich einmal beschrieben, wie das Mafo-Web als einzige Kommunikationsform gleichzeitig die drei grundlegenden Anforderungen an erfolgreiche Unternehmenskommunikation einlösen kann: (1) kontinuierlich, (2) öffentlichkeitswirksam und (3) in Dialogform. Besser kann man eigentlich nicht kommunizieren.
  • Reichweite: Die Reichweite im Internet ist grundsätzlich unbegrenzt. Social Media kann ein Multiplikator für die eigene Nachricht sein und Menschen erreichen, die man selbst gar nicht bedacht hätte. Sie drehen häufig auch die gewohnten Kommunikationsmuster um: nicht der Sender sendet mehr seine Nachricht zum Empfänger, sondern der Sender stellt sie zur Verfügung und interessierte Empfänger holen sie selbständig ab. Damit hat man ein größeres Publikum und trotzdem weniger Probleme bei der Zustellbarkeit seiner Nachrichten.

Fazit
Auch wenn ich hier immer von Unternehmen spreche, sind die direkten Kosten auch für Einzelpersonen ohne weiteres tragbar. So ist es bezeichnend, dass hinter dem wohl erfolgreichsten Twitter-Account (@OliTab) und dem vermutlich meistgelesensten Blog (olympiamilano) des deutschsprachigen MaFo-Webs Einzelpersonen stehen. Kosten entstehen also bestenfalls als Nebenwirkung, indem Social Media Lernprozesse und überfällige Veränderungen der eigenen Gewohnheiten anstößt. Dazu muss man bereit sein.

Auf der Nutzenseite stehen neues Wissen und näher am Geschehen in der Branche zu sein. Diesen Nutzen ziehen sogar Teilnehmer, die nur wenig in die Öffentlichkeit drängen wollen. Zusätzlich kann Social Media aber auch dabei helfen, die Kommunikation und den fachlichen Austausch vollwertiger zu machen und dabei gleichzeitig die eigene Reichweite erhöhen. Auf diese Weise haben Unternehmen eine interessante Möglichkeit, sich auf dem Markt zu profilieren.

Ob hier die Kosten oder doch eher der Nutzen überwiegt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Nicht jeder ist bereit, sich selbst zu verändern (Never Change A Winning Team!), oder in der Öffentlichkeit sichtbar zu werden. Ich hoffe aber, dass es mir gelungen ist, eine ausgewogene Bilanz zu ziehen…

Gute Neujahrsvorsätze – von Florian Tress

Seit kurzem hat Florian Tress von ODC ein neues MaFo-Blog. Und gleich die erste fünfteilige Serie “Gute Neujahresvorsätze für das Mafo-Web” ist ein sehr gelungener Überblick über Sinn und Unsinn des Bloggens, über den Einstieg, Tools und Learnings.

Das passt dermaßen gut zum Foyer, dass wir alle Teile der Serie sehr gerne hier “abdrucken”. Es ist doch gerade die Zeit der guten Vorsätze, warum dann nicht auch für uns?!? Und welche Zeit ist besser geeignet als sich einmal ein bisschen mehr grundsätzliche und strategische Gedanken zu machen als die Zeit “zwischen den Jahren”. Dass dies nötiger denn je ist, darüber sind sich hier alle einig :-)

Also, viel Spaß beim Lesen (und Gedanken machen), mit freundlicher Genehmigung von Florian Tress.

Gute Neujahresvorsätze für das Mafo-Web (1/5)

Was das Social Web angeht, war 2011 ohne Zweifel ein ausgesprochen gutes Jahr für die deutsche Marktforschung. Nicht nur dass die großen deutschsprachigen Blogs ihr Angebot weiter ausgebaut haben, auch auf Twitter wird der Kreis aktiver Teilnehmer immer größer. Die Fachgruppen auf XING und LinkedIn gehören mit ihren tausenden Mitgliedern nun definitiv zum absoluten Mindeststandard und auch das Onlineangebot von marktforschung.de bleibt unabdingbare Pflichtlektüre für jeden Forscher. Am MaFo-Web kommt man einfach nicht mehr vorbei, wenn man erfolgreich bleiben möchte!

Vielleicht ist das für manche Forscher ja Grund genug, die eigenen Aktivitäten im Mafo-Web nochmal neu auszurichten und einen guten Neujahresvorsatz für die Teilnahme am Mafo-Web zu fassen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass aller Anfang schwer ist, insbesondere im Social Web, wo die Angebote vielfältig und komplex sind. Hier muss man sorgsam die Spreu vom Weizen trennen, wenn die eigene Arbeit nicht ins Leere laufen soll.

Ich habe mir deshalb für diese Woche einmal vorgenommen, Tag für Tag die ersten Schritte im Mafo-Web zu skizzieren. Ich hoffe, dass sich Anfänger motiviert fühlen, mir diese Woche zu folgen und anschließend im Mafo-Web aktiv mitzuwirken. Außerdem bin ich um jeden zusätzlichen Tipp der alten Hasen in den Kommentaren oder Andernorts dankbar!

Live from TMRE: Day 3 – what a day wth Intel, Disney, YouTube and Microsoft BING (and CIA)…

Could there be another fourth TMRE day ? Should there be one? Hmm, I think we all have to go back to work and do interesting research stuff and thinking.

But I will bring a lot of interesting thoughts back with me to Germany. I saw a lot of interesting sessions and talked to a lot of interesting people (some which I only knew from Twitter). But before I’ll have to leave I would like to share my thoughts on this third day of TMRE.

I started the day with the two keynotes, “Why Bad Behaviour Is Good Politics by Bruce Bueno”.
He started with some interesting sentences:

“Earthquakes are deadlier in Iran or China than Chile, Honduras or Italy”
“All of the world’s top universities are in democracies”
“Iraq exported baby formula and food in the 90s while over 500.000 of its children died needlessly from malnutrition and disease”

Then another quiz:
You want job security? Huge income? The need to do want you want? Everyone should praise you? Looking for perfect job privacy balance? Become a dictator! :-)

Bruce drilled it down to five rules, applicable for all organizations (families, charities, companies etc.)

1. To be a successful dictator rely only on as few people as possible, only use a small coalition of supporters

2. Get a small “coalition” of people and drawn them from a large pool of people, the larger the better. It is important that they know that they can be are easily replaced.

3. Tax max! Get out of customers as much as possible.

4. Pay your coalition just enough so they don’t think to switch to the other side. But don’t pay more than that.  If you pay them too much, they are able to gain wealth and spend the money and at the end fights you.

5. Don’t waste money on improving the lives of the people you rule. They aren’t important because you don’t benefit from them at all

Very charismatic speech, but I didn’t really get the connection to market research, promise to think harder :-)

The second one was Jeremy Gutsche, founder of Trendhunter.com, again a very engaging presentation. You could see that he is a “man for the stage”.

He was all about two different trends in recent times:

1. The supremacy of culture

2. The tragic return of gut instinct (which we don’t like that much ;-) )

He pointed out that market research used to be driven by product. But that isn’t hitting the nail anymore. It’s about experience. Most of the companies sell products, but consumers buy experiences (see Harley Davidson).

So, to his point of view, we are hunting for the cool stuff, because cool stuff is unique, cutting edge, viral, the next big thing… So you’ll have to create a culture!

Great case study about littering. See the answer from the research and the execution from ad agency and goolge for “Don’t mess with Texas”. Here is the link 

Most important notes for me: Create a connection to the research! Or connect the research to an experience!

Then I went to some cool sessions. YouTube, Disney, BING, Intel…
Good stuff:

Sundar Doraj-Raj from Google showed how to measure the impact of advertising. They have instream ads, overlays, banner / rich media and promoted videos (yes, they belong to google)

And YouTube is incredibly growing. 3 billion views a day, 48 hours of videos uploaded every day… Why is this important? It is, because they earn money with this. 2 billion monetized views every week.

So they did some experimental designs and found out that instream ads (those that are running prior to the video you choose) are most disturbing the users. Not surprising at all, because they stop you from doing what you want. This is getting slightly better when the instream ad is skippable, but this kind of advertising remains one of the most critical issues in terms of usage and visiting YouTube.  But be sure they will react on this.

I also heard some inspiring words about culture in a creative organization from Yoni Karpfen, Consumer Research Club Penguin (Disney). It was very impressive to see how children aged 6 to 12 deal with daily politics in a playful way (like 9/11, breast cancer day or Japan tragedy).

But this kind of product need perpetual creative development and the question is how to do this and what to develop next? Yoni led us through their research process which delivers a highly creative experience. They listen to the players, live and breathe the experience. And they have a huge community support team which is connected to the users anytime.

They are trying to make research free or cheap instead of expensive, fast instead of slow, friendly instead of controversial, trustworthy instead of questionable, tailored to the audience instead of complicated and cool & fun instead of boring. And of course they have to in order to fuel the creative network and their core business…

How? Inspiration meets information, creative has to be compatible to operational. Empathy is the key, and that itself refers to culture. 

Microsoft / Bing is measuring social network conversation and WoM to understand how Gen Y is talking about their brand to get more emotional connection insights of Generation Y. They better do, because 10.1% of Gen Y visits MSN.com on a monthly basis. So MSN and Bing’s target for 2011 has been Gen Y for all their media spend & targeting. It is a little bit confusing, because Lise Nicole Brende told us that the Bing research team mainly consists of Gen X researchers. So how can Gen X researchers deep dive into the habits and rituals of Gen Y (but this is another story…).

They moved their attention towards so called Connected Socialiszers (Facebook centric) which produce 47% of all BING searches. In former time they focused on Information Seekers (responsible for 20% of BING searches).

We heard a lot about Gen Y then, taken from the Cassandra Report, and how BING tries to adopt these findings. They constantly try to get in touch with this optimistic, control demanding, group oriented and sometimes overwhelmed and stressed Gen Y. One of the key assets BING has is Gen Y trend seeker panel, providing feedback to them, a very interesting and valuable source.

Last but not least I attended the session by Intel about Experience Driven Innovation. It was again very interesting and presented on a high level.  Tony Salvador was pointing out that Intel is looking for long term evolution trends to use for corporate development. He said that experience that is based on data is future. It delivers new ways of business, new way of making money, new ways of interacting. And he left us with 5 take aways:

- Exchange drives markets
- Many markets are comprised of people
- People have values and they seek value
- Organized complexity is right there
- Cultural values in Flux drive Expertise

I have to say good-bye for now. See you later! Don’t forget to follow me on twitter @olympiamilano :-)

Btw, for more check out the gorgeous twitter hashtag #TMRE

Live from TMRE 2011: Learnings from Coca Cola, Henkel, Mars Pet Care and 3M

Do you want more? Okay, here you are…

The second day of this year’s The Market Research Event is nearly over and I have to say it was very inspiring as well as educational to a certain extent.

Everything started with the keynote sessions and a session I had really looked forward to: “The Art of Choosing” by the impressive Sheena Iyengar.

“Be choosy about choosing” was the summary of it all. But before coming to this final recommendation she was takling about one of the most relevant problem in everyday life consumption of any goods. How do people choose and how could choosing be simplified. If you are more familiar with  “the narrowing down problem” by Fidelity research or the “3 by 3 rule” by McKinsey, you know what Sheena was talking about. 

In her own words she was talking about the “jam problem”. She showed some of her experiments and one was about jam. Draeger’s Grocery Store for instance has a huge variety of options to choose between all kinds of products, besides others 348 different kinds of jams. The question is, is it useful to have that large variety of options? To test this in the experiment she tested two stands, one with 6 jams and one with 24 jams. At the booth wit 24 jams 60% stopped, at the both with 6 jams 40% stopped. But only 3% bought something at the 24 jam stand and 30% bought something at the 6 jam stand.  So it was more than 6 times more likely to buy jam if 6 jams were offered than 24 jams. The number of choices is attracting but the choice itself is much more difficult. 

In another experiment people were asked to choose chocolate, one group out of 6 pieces and another out of 30. At the end they could rather have money or chocolate for incentive. Chocolate choosen from the 30 piece deck was perceived as less delicious and people tend to take the money more often than the product.

This leads to three different negative consequences for brands and products:

1. Commitment – The number of choices weakens the commitment toward the choice anyway, even if it is important to consumers

2 Decision quality – The more choices they have, the lower the perceived quality of the decision

3 Satisfaction – The more choices they have, the less satisfied they are with their choice they made

But why is this?

We have cognitive limitations, the modern world is designed for experts who knows how to skip suboptimal options.

Options are more and more indistinguishable. Differences are to small but variety is often seen as a competitve advantage, no matter how small the differences are. 

And there is more pressure to choose anyway. Because we aspire to be unique (but not extraordinary). And our choices express our personality. We think: “If I choose this what does this say about who I am and what I want and how does the choice reflect on what I want and who I am…”

So it is all about offering a better choosing experience. And there are three techniques to deliver this:

1. cut – retailer ALDI ist probably the best example to express what sheena means with “cut”

2. categorize – look at Best Sellers and they categorization of wine to get an idea what’s behind this

3. condition – start easy with complex choices and slightly increase complexity within the process of choice.

The next one was a good experience. I was sitting at the bloggers’ desk and was glad to have a seat.

 

The room was crowded, first time at TMRE in the session I attended. Diane Hessan and Stan Sthanunatahn were there to talk about Market Researchers in the 21st century. Amazing, they only showed one chart, and this was the title ;-) (keen on getting the handout)

So it was more an interview than a track session, but very interesting to hear a big company’s perspective on the future needs of our industry. Want to read some quotes? Here you are:

“Market research is the best profession in the world, because it is at the heart of every important decision”
“But the
best profession is also boring, because parts of the jobs are boring. Processes are designed to be boring”
“Challenge is inspiring people. Be a change agent.”
“Surveys may not always be the truth, and why would you tell the truth to a complete stranger?”
“What makes Coke so successful? Not just the tv commercials, but the “strong community connections”
“brand health can’t be developed in a month, why measure it on a monthly base?”
“Synthesize your findings into an informed dream of the future”
“Take the familiar and make it unfamiliar. Convey facts in a different way to inspire”

Nothing to add at this stage:-) 

Then I attended a session from the Marketing & Brand Insight track and one from the Activating Insights track. 

Ann Bearth was talking about 3M and the efforts they made by reactivating the brand. Quite interesting to see what barriers to overcome internally and how to roll out a real huge internal and external survey. One of the most interesting findings to my point of view was the fact that younger employees of 3M are more engaged in the brand, for customers the opposite is true.

And that brand activation can be ensured by sharing the stories of the companies and their brands, internally and externally.

Henkel also found a great internal experience to bring insights to life. They decided to have an internal live event in order to let the consumer speak and to show the employees their work in order to use their power and ideas to develop new ways of increasing usage of the prodcts the compay sells. All in all it was an intense experience for them.

But Heiko Schäfer also pointed out waht you have to keep in mind when doing this kind of internal event. Some very valuable pieces of advise:

- Identify important business topics
- Set and track the event against clear objectives and KPIs
- Plan ahead and don’t underestimate the time and effort required
- New skills are required
- Make it big
- Engage your audience
- Make it fun

But don’t stop at the end of a one-shot. Make it a process and show your skills. Be out in front and lead. 

This indeed was an encouraged speech about the current and future role of market research in companies and for agencies.

Personally I have to say TMRE doesn’t mean “too much really enough

Research and innovation – experiment and observe…

It has been a long time since Paul Lazarsfeld, founder of modern empirical social science, has shown how powerful observational methods are. His famous piece of work “Die Arbeitslosen von Marienthal” is a classic for everybody interested in sociology. Sociographic was the order in those days.

Today it looks to me as if observational methods within market research are on the rise again; especially the increasingly used online qualitative methods such as online research communities or social media monitoring.

http://www.flickr.com/photos/jcolman/2770529443/sizes/m/in/photostream

Foto by jcolman

The use of these methods is beneficial not only for generation of insights, but is becoming increasingly important for innovation management process. This is partly due to the nature of innovation on the one hand, and, on the other hand because of the – for years underestimated – power of observation.

From the most common method focus groups to modern behavioral economics, observations bring forth new insights, perspectives and new thinking. The usefulness of observations has nearly always been proven in our studies.

In particular for the innovation process, we have found that this method can be ideally combined with other methods. Thus, a social media monitoring approach as a precursor and input for a consumer study is ideal. Furthermore, we have seen that the combination of asynchronous methods (e.g. community research) can provide a high density of information if it is combined with synchronous elements (e.g., chat)..

For a contemporary view of innovation, it is important both to establish working practice and environments that support the idea process. And again, that is a perfect field for the use of observational method. Because consumers don’t tell what they think, don’t think what they feel, and don’t always act as they tell us how they feel and think… an old but familiar dilemma..

There will be lots of more thoughts and talks about obversation and innovation at the The Market Research Event 2011 in November in Orlando, Florida, hosted by IIR USA.

Visualisierung von Ergebnissen

Schöne Idee bei olympiamilano (und ursprünglich bei Flowing Data)

Sowas anpassen an das jeweilige Thema und es würde jede MaFo-Präsentation rocken! Wenn man nur mehr Zeit hätte für die Aufbereitung der Ergebnisse von Research.

Wie geht es bei Euch zu? Was sind die größten Herausforderungen auf dem schmalen Grat zwischen “Deadline halten” und “tolle Präsentation abliefern”???