Warum Vernetzung in MaFo-Deutschland nicht so richtig funktioniert…

Motive und Barrieren der Vernetzung innerhalb der deutschen Marktforschung
So lautete ja unser Poster auf der GOR. Wer die Fotos von der Posterpräsentation noch nicht kennt, hier geht’s lang. Dabei kann man auch gleich ein “Gefällt mir” auf der Facebook-Seite vom FOYER hinterlassen :-)

Veröffentlichung vom Foyer im contextMittlerweile hat die Studie für breites Interesse gesorgt und wir haben die einzelnen Spannungsfelder etwas ausführlicher beschreiben können.
Mittlerweile, keine 3 Monate nach der Erhebung, wäre es eigentlich an der Zeit eine weitere Untersuchung zu dem gleichen Thema zu machen. Zu viel scheint sich in der Zeit entwickelt zu haben, zu viele neue Sichtweisen wurden weiter entwickelt und auf dem BVM-Kongress gab es nichtsdestotrotz ein paar interessante Anstöße.

Die internationalen Kollegen legen in einem guten Tempo vor. Auch wenn man dank der Eigenstudie von uns eine Ahnung über ihre Motive bekommt, was bedeutet das für die MaFo Szene in Deutschland?

Das wäre doch mal eine Diskussion wert…

P.S. Wer gerne das komplette pdf haben möchte, melde sich doch er email bei blog(at)mafo-foyer.de

(Bildquelle: Context Informationsdienst, www.conpress.de)

Initiativen in anderen Ländern

Es ist ja nicht so, als wären wir hier alleine. Ganz im Gegenteil. Bettina hat ja auf unserer facebook Pinnwand schon die Initiative zum Thema Marketing Research aus Belgien erwähnt.

Mit der Subline “We are all analysts” machen die Kolleginnen und Kollegen deutlich worum es ihnen geht. Auch sie wollen einen Austausch mit interessierten Leuten anstoßen und jedem die Möglichkeit geben eigene Ideen zu präsentieren oder die von anderen zu kommentieren. Und das immerhin seit 2007.

Und wenn man sich durch die Beiträge liest, dann werden dort auch eine Reihe von unterschiedlichen Standpunkten vertreten und Facetten der täglichen Harausforderung angerissen. Eben Raum für neue Ideen, genauso wie das FOYER…

Einen deutlich anderen Ansatz fährt da die Research Liberation Front.

Ihr Motto ist: “The RLF carries out direct action against bland research techniques and presentations in the form of rescuing consumers and clients from the horrors that they are often subjected to in the name of so called research.”
Sicher nicht jedermanns Sache aber echt beeindruckend mit welcher Haltung hier Grundsätze formuliert werden. Und die Intention ist durchaus vergleichbar, denn auch hier geht es – wenn auch mit einem anderen sprachlichen Code – um die Bearbeitung neuer Herausforderungen an Research. Ebenso wie bei uns. Ich kann nur das RLF Credo empfehlen.

Es tut sich also was.

Und die ersten Tage seit Bestehen des FOYERS zeigen mir, dass auch der Bedarf in Deutschland da ist für eine offene Diskussion zur Zukunft der Marktforschung.

Warum ein Foyer? Und dann auch noch für Marktforschung?

Die Anforderungen an betriebliche und Institutsmarktforschung haben sich in den letzten ein bis zwei Jahren erheblich verändert. Schlagwörter wie Social Media Research, Marktforschung 2.0 oder Next Generation Market Research haben sich zu einem eigenständigen Themenkomplex entwickelt, dem im deutschen Sprachgebiet bisher jedoch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Mehr im Stillen entwickelt die Marktforschung neue  Fähigkeiten zur Bewältigung neuer Aufgaben. Und sie besinnt sich auf alte Kompetenzen, die nun zu neuer Anwendung gelangen.

Das Foyer für engagierte Marktforschung lädt alle Interessierten zum Austausch ein. Denn das ist es was wir derzeit brauchen: Austausch über den Status Quo der Branche, über mögliche und nötige Entwicklungen unserer  Profession und über neue Impulse im Bereich Methode und Output zu diskutieren,

Wir bieten Raum für neue Ideen.