Diaries – the right method for the right purpose

Diaries have traditionally taken a major role in the qualitative research and have their place in the modern canon of methods. They offer an authentic view in consumers’ everyday life and give room for participants’ creative self-expression. More and more they are used as a kind of pre-task ahead of qualitative methods, used to stimulate participants to deal with the research subject in the run-up and to gather initial findings for the design of the survey situation (e.g. design of the discussion room, fine-tuning of the guideline …).

Diaries, online, paper-pencil or mobileTechnological progress and the opportunities it creates for market research have particular impact on this method. Several years ago the method of keeping diaries had to be carried out as paper-and-pencil. Over the past years it has diversified and now offers plenty of different varieties.

In addition to the traditional paper-and-pencil method, participants are increasingly encouraged to keep mobile or online diaries.

So when to use what?

Rules of thumb are a little flat. Neither is paper-and-pencil completely out of fashion nor is it necessary to go all the way mobile. As so often, it depends…

Depending on the research objectives, different methods for using diaries are useful and others are not.

When it comes to mobile usage of diaries, because notes about emotions and activities on the go should be recorded, flexibility and simplicity is important. On these dimensions paper-and-pencil executions as well mobile diaries offer more benefits than online, because both smart-phone and offline diary can be carried around easily and flexible.

In specific settings, for example where drawings of the participants are important, or where own handwriting is essential, because deeper reflection is necessary, there is no alternative to paper-pencil notes. In particular, the online and mobile versions are somewhat limited when it comes to expressing the own creativity. The technological development indeed evolves rapidly. But currently internet technology is not equal to creative possibilities of offline diaries yet.

A huge advantage of online diaries is the possible integration of audio-visual elements such as photos, videos and audio files. These elements can serve as a support of the written word. Furthermore it is much easier to process participants’ input via online, no shipping, transcription or scanning needed. And the researchers themselves are able to follow the process in real time and so are able to give feedback on specific aspects while participants are keeping their notes.

Nevertheless it is quite important to be clear about the question in which environments the records will be used. For the implementation of workshop formats creatively-made paper-pencil diaries are significantly better suitable than mobile diaries. Online diaries are constantly improving, mainly because videos deliver unique insights into the reality of life and emotions of the participants.

“The Market Research Event 2011″ im November in Orlando, Florida, hosted by IIR USA, deals with the topics “Online Research” and “Mobile Research” (among others). I’m curious what they will tell us about diaries.

Photo by Josh DiMauro: http://www.flickr.com/photos/jazzmasterson/278672397/

Ist Social Media Monitoring gar keine Marktforschung?

Ich habe gerade einen in mehrerer Hinsicht interessanten kurzen Beitrag bei bnet.com gefunden.

Dort macht Geoffrey James in sehr klaren Worten seinen Standpunkt deutlich, dass das, was man über Techniken des Social Media Monitoring über Konsumenten herausbekommt, nichts mit Marktforschung zu tun hat.

Hier seine vier Argumente:

1. Geschichten sind keine Beweise. Tausend Geschichten haben genau die gleiche Gültigkeit wie eine Geschichte, die genau gleich Null ist. Wenn Geschichten Beweise sind, dann sind fliegende Untertassen, Gespenster und Kobolde alle echt.

2. Kommentare sind selbst-selektiv. Echte Forschung beruht auf statistischen Zufallsstichproben. Personen, die kommentieren, sind für das Kommentieren empfänglich, was ihre Eingänge statistisch wertlos macht.

3. Anonymität erzeugt Verzerrung. Weil sich Kommentatoren oft nicht mit den echten Namen identifizieren, fühlen sie sich frei für “spitzbübische Stellungnahmen”.

4. Bezahlte Kommentare kommen Social Web gehäuft vor. PR-Firmen kaufen häufig Kommentare, die damit gefälscht sind. Umgekehrt bestellen Wettbewerber Kommentare mit gefälschter Kritik.


Warum das interessant ist?


Ebenfalls aus vier Gründen…

1. Weil es sich um “Totschlagargumente” handelt, die in der ein oder anderen Form auch für traditionelle Marktforschung gelten, dort aber mehr oder weniger sehenden Auges in Kauf genommen oder einfach ignoriert werden bzw. in Vergessenheit geraten sind.

2. Weil es erstaunlich ist, mit welchem Brustton der Überzeugung hier geschrieben wird. Als ob es nicht auch sehr schöne Beispiele gibt, dass eben Social Media Monitoring einen wichtigen Beitrag für Marktbearbeitung, Marketing, Markenführung und somit auch der Marktforschung leistet.

3. Weil nicht erst seit gestern Dienstleister, Consultants, und andere intelligente Leute die Möglichkeiten, die Social Networks der Marktforschung bieten, abwägen, bewerten, modifizieren und inspirierend einsetzen. Nur so bleibt die Marktforschung für unsere Kunden relevant!

4. Und schließlich, weil es Marktforschung reduziert und die immer noch weit verbreitete Sicherung des Status Quo stützt. Und damit sind die Argumente einer aufgeschlossenen Diskussion zu zukünftigen Anforderungen und Möglichkeiten alles andere als zuträglich.

Sei’s drum.
Ich hoffe nur, dass sich Auftraggeber, die sich unwohl mit dem Status Quo der Marktforschung fühlen, nicht verunsichern lassen und weiterhin mutig neue Wege bestreiten.

Der Siegeszug der Marktforschungs-Communities – was bedeutet er für die klassische Marktforschung?

Über Marktforschungs-Communities oder MROCs (Market Research Communities), wie sie im angloamerikanischen Sprachraum genannt werden, wird derzeit viel geschrieben und gesprochen.

MROCs werden die Welt der qualitativen Marktforschung schockieren. Sie liefern billigere, schnellere und neuere Arten von Insights, welche die heutigen traditionellen qualitativen Methoden nicht liefern …“

Worum geht es?

Das obige Zitat stammt von Brad Bortner, Forrester Research, es ist aus dem Vorwort zu seinem Bericht „Will Web 2.0 Transform Market Research?“ (vom April 2008).

In Deutschland lächelt man gerne über diese amerikanische Art der plakativen Darstellung. Und wie unsere Studie über das web-2.0-Verhalten der deutschen Marktforschungsszene gezeigt hat, denken viele Forscher, dass die traditionellen Methoden gleichsam unsterblich sind, während man in der angloamerikanischen Welt gerne ihren Abgesang anstimmt.

Wer wird am Ende Recht behalten? Das Social Web ändert sich rasch, 2 Jahre sind dort eine lange Zeit. Grund genug, sich das Thema MROCs einmal wieder genauer zu betrachten.

Vielleicht überlegt auch Ihre Firma eine MROC zu installieren oder den Aufbau von MROC’s anzubieten?

Brad Bortner spricht in seinem Vorwort von der Zeit, wenn die Community aufgebaut ist, und ihren vollen Nutzen entfaltet.
Der Aufbau selbst ist jedoch mit erheblichen Investitionen verbunden. Von daher lohnt es sich, die Pro’s & Con’s einmal genauer zu betrachten.
Was ist denn überhaupt eine Market Research Community und wozu kann / sollte man sie nutzen?
Zunächst einige Informationen zur Begriffsklärung. Tom H.C. Anderson, Begründer der Next Gen Market Research Gruppe, fragt in einem Interview – aus meiner Sicht zu Recht – ketzerisch: „Warum sollten wir auf einmal Panels „Communities“ nennen?“

Im Netz wird heftig über die Begriffe MROC, Panel, EFM (Enterprise Feedback Management) diskutiert, darüber, ob MROC’s quantitativ und / oder qualitativ seien und was sie eigentlich von Panels unterscheidet.

Diese Diskussion ist noch lange nicht abgeschlossen, hier ein Überblick über das „Community Universum“, wie wir es heute kennen:

„Community Universum“

Community Universum und die Rolle von MROCs (klicken zum Vergrößern)

Lohnt sich die Investition in MROC’s?

Jeffrey Hennings, Betreiber des für Marktforscher äußerst ergiebigen Vovici-Blogs , gibt uns seine Top 10 Gründe, in 2010 eine MROC zu gründen:

1. Kanalisierung von Konsumenten-Feedback, das ohne Community unkontrolliert im Netz zirkuliert
2. Positive Effekte auf die Kundenloyalität (Studie von The Deloitte and Beeline Labs 2009 Tribalization of Business Survey)
3. Erhöhung der Neugeschäftschancen wegen besserer Suchmaschinen-Auffindbarkeit durch viele Community-Beiträge
4. Verkürzen des traditionellen Rückmeldungs-Prozesses, schnellere Reaktion auf Kundenwünsche möglich.
5. Mehr Mafo-Projekte in kürzerer Zeit als traditionell („thousands of surveys“)
6. Sensibilisierung der Mitarbeiter für Kundenbedürfnisse durch direkteren Zugang zu Kundenfeedback
7. Geringere Investitionen als bei traditionellem Research.
8. Quantifizierung qualitativer Ergebnisse nahtlos möglich
9. Wettbewerbsvorteile durch Implementierung von Innovations-Prozessen, die aus der Community gespeist werden.
10. Wer nicht JETZT die Kunden für die MROC gewinnt, verliert sie vielleicht an einen anderen Community-Betreiber.

Aber ist alles Gold, was da glänzt?

Genau an letzten Punkt von Jeffrey Hennings setzt Tom Ewing, Marktforscher bei Kantar Research London, mit seiner jüngsten Kritik an, indem er sagt:

„Die Marktforscher sind schließlich aufgewacht bezüglich der Tatsache, dass Sie in Konkurrenz zu Facebook, Twitter & anderen Communities stehen, wenn es um die Zeit der Probanden geht, und ihre Bereitschaft an Befragungen teilzunehmen. …

Der lineare, einseitige Research stößt schnell an seine Grenzen, wie das z.B. auch lineare Video-Spiele getan haben, als virtuelle Welten aufkamen. …

Wir müssen Welten erschaffen, die nicht nur ein low-budget-Abklatsch von etwas sind, was das Internet heute schon bietet.“

Natürlich steckt auch in den anderen 9 Gründen reichlich Kritikpotenzial, aber Tom Ewing legt hier den Finger in die am meisten schmerzende Wunde: Schon heute sind die Zerstreuungsmöglichkeiten im Netz so zahlreich, dass einige überforderte Konsumenten mit Rückzug reagieren.

Wie wird es weiter gehen?

Auch in Deutschland gewinnt das Thema Marktforschungs-Communities an Bedeutung. Die Firma Globalpark geht z.B. sehr offensiv in den Markt und hat bereits für namhafte Kunden wie Nintendo, Warner Music und andere den Panelaufbau begonnen.
Der Stern-Verlag versucht mit seiner Neonauten-Plattform die junge, attraktive Trendsetter-Generation der NEON-Leser abzubilden.

Aus meiner Sicht stellen sich für die Zukunft folgende Fragen:

  • Wenn große Unternehmen eigene Communities unterhalten – wie viel adhoc-Research benötigen sie dann in Zukunft noch zusätzlich?
  • Wenn die Kunde großer Unternehmen sich gerne auf diesen Plattformen aufhalten und Fragen beantworten – wie viel Zeit bleibt ihnen dann noch zum Beantworten von telefonischen oder persönlichen Befragungen?
  • An welchen Stellen im Prozess wird der Marktforscher einbezogen bzw. an welchen Stellen muss er sich aktiv einbringen? Wie kann er die Einhaltung von Qualitätsstandards sichern?
  • Wie verändert sich in diesem Szenario seine Rolle? Wird er zum Community-Unterhalter, zum Felddienstleister oder zum Community Information Manager?
  • Gerade der letzte Punkt scheint mir sehr wichtig: Wer kümmert sich um die Implementierung von Systemen, welche die erhobenen Daten aus den Communities in der Unternehmung übergreifend nutzbar machen?

    „Das Problem ist nicht die Innovation in der Marktforschung, das Problem heißt Implementierung. Die Leute sind nur zu glücklich, die neuesten Trends auszuprobieren. Aber die Ideen in die Praxis umzusetzen und in die laufende Arbeit zu integrieren – das ist das Problem.“ Tom Ewing

    Was ist Ihre Meinung zum Thema MROC’s? Sind sie in diesem Bereich aktiv oder planen Sie es zu werden? Was sind aus Ihrer Sicht Vorteile und Nachteile des Vorgehens? Wir freuen uns auf Ihr FEEDBACK!

    Blogs zum Thema (dort finden Sie auch weiterführende Literaturhinweise und Diskussionen):

    Communispace, a blog from leaders in communities, edited by a team including Diane Hessan
    Forrester, Forrester host a blog specifically for ‘Consumer Market Research Professionals’ which can be filtered by the term MROC, edited by a team including Tamara Barber
    FreshNetworks, a blog focused on communities and Web 2.0, edited by a team including Matt Rhodes
    InSites Consulting, leading edge MR from Belgium, edited by a team including Anke Moerdyck
    PluggedIn, subtitled ‘About MROC Talk’, edited by Matt Foley and Ben Werzinger
    Virtual Surveys, a general online research and communities blog, edited by a team including Paul Child
    Vovici, a blog about online and NewMR topics, edited by prolific blogger Jeffrey Henning

    Mystery Shopper Umfrage

    Dr. Gunnar Grieger vom Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie hat eine Studie unter Mystery Shoppern durchgeführt. Die Ergebnisse sind in mehrerer Hinsicht sehr interessant.

    Los geht’s:

    Mystery Shopper Umfrage

    Mit dem „Mystery Shopper Monitor 2010“ erfolgte erstmalig eine Befragung von über 700 Mystery Shoppern in Deutschland. Untersucht wurden Einstellungen und Bedürfnisse rund um die Tätigkeit als Testkäufer. Dabei wurden Erkenntnisse aus den Bereichen Schulung, Tätigkeit, Vergütung und Zusammenarbeit zwischen Testkunden und Anbietern gewonnen.

    Neben der finanziellen Motivation ist es für nahezu drei Viertel der Mystery Shopper wichtig, einen Beitrag zur Verbesserung der Servicewüste zu leisten. Die Lieblingseinsätze der Testkunden sind insbesondere in der Gastronomie und Hotellerie. Weniger beliebt sind Testberatungen bei Banken und Versicherungen und im Kfz-Bereich.

    Mystery Shopper erhalten pro Stunde Einsatzzeit durchschnittlich 19 Euro. Allerdings erhält jeder Fünfte weniger als 10 Euro. Insofern bestehen große Unterschiede in der Vergütung. Fraglich ist zwar, ob ein Zusammenhang zwischen Qualität der Arbeit und Vergütung besteht, allerdings kann angenommen werden, dass bei einer Vergütung von weniger als 10 Euro pro Stunde eine erhebliche intrinsische Motivation vorauszusetzen ist. Eine andere Erklärung der Akzeptanz auf Testkäuferseite besteht darin, dass mehrere Aufträge angenommen werden, so dass es sich auf individueller Ebene lohnt.

    Vorbereitungsart und -intensität der Mystery Shopper durch die Feldinstitute variieren zum Teil erheblich: Über 40 Prozent der befragten Testkäufer werden lediglich schriftlich vorbereitet, ohne dass die beauftragenden Institute und Agenturen überprüfen, ob die Mystery Shopper verstanden haben, was sie bewerten sollen. Insofern ist nicht gewährleistet, dass in allen Mystery Shopping-Untersuchungen die erforderlichen Gütekriterien Reliabilität und Validität sorgfältig beachtet werden. Dies ist bedenklich, da die Ergebnisse Maßnahmen in den untersuchten Unternehmen nach sich ziehen und die Auftraggeber sich folglich auf die Richtigkeit verlassen müssen. Beauftragende Unternehmen sollten sich daher die Vorbereitung der eingesetzten Testkäufer offenlegen lassen.

    MysterypanelZum Studienhintergrund des Mystery Shopper Monitors

    Mystery Shopping fasst Methoden der Marktforschung zusammen, bei denen verdeckt arbeitende Testkunden die Servicequalität eines Unternehmens erheben. In Deutschland bieten weit über 100 Marktforschungsinstitute Mystery Shopping-Dienstleistungen an, die schätzungsweise jährlich 75 Mio. Euro umsetzen.
    In dem stetig wachsenden Markt sind immer mehr Personen im Rahmen einer Nebentätigkeit als Mystery Shopper aktiv. Daher wurden über 700 Personen zu Ihrer Tätigkeit als Mystery Shopper befragt. Der „Mystery Shopper Monitor 2010“ deckt erstmalig Bedürfnisse und Einstellungen der Testkäufer auf und beleuchtet Aspekte wie Vergütung, Schulung und Zusammenarbeit mit Auftraggebern.

    Weiterführende Informationen über Mystery Shopping und die vollständige kostenlose Studie „Mystery Shopper Monitor 2010“ gibt es unter www.mysterypanel.de.

    BAQMaR sagt: “Let’s make our industry COOL again!” Finde ich auch!

    Und dafür hat Tom auf der Seite des BAQMaR eine schöne Videozusammenstellung der aus seiner Sicht wichtigsten Trends oder besser gesagt Herausforderungen an die Branche zur Diskussion gestellt.

    Hier sind seine Fragen / Thesen:

    1. How can we as marketing researchers help brands to reach ‘brand excellence’ and to stand out? And how do researchers need to adapt their toolbox to dig for the brand’s gold?
    2. What parts of market research/data mining can be automated? And when is an external consultant/researcher needed within a company?
    3. How are we going to gain the skills to become real consultants?
    4. Is there a manner to bring insights to the board room in a COOL and more impactful way?
    5. How could we attract bright and talented graduates to come and work in our industry? How could we make our industry more COOL to work in?
    6. How will involving customer feedback on an ongoing basis change the way we do our job? (research communities, social media monitoring, … = constant feedback loops)
    7. Will the 2 (MARKET RESEARCH VS. MARKETING) merge in the near future? Or is there a need for a clear separation?
    8. What about privacy on the net? Is it ethic to scrape whatever we want/like?
    9. How can we embed ‘data mining’ into customer insights departments? How to better fuse it with other research data in order to generate better insights?
    10. What will the future bring? What to bet on and what not?

    Fast schon “natürlich” gibt es zu jedem der Thesen eine Diskussion auf LinkedIn. Ich habe mir zu drei von den Herausforderungen Gedanken gemacht und kommentiert (hier, hier und hier…)

    Ich finde manche Themen sehr interessant und für die gesamte Branche von entscheidender Wichtigkeit.
    Und ich sehe, dass durch solche Beiträge die Diskussionen langsam in Gang kommen.

    Ja, langsam. Aber das hat Gründe.

    Und die Gründe haben wir hier im FOYER im Rahmen unseres Researchs für unsere Postersession auf der GOR 10 erforscht. Sehr interessant, kann ich schon sagen, aber dazu demnächst mehr hier.

    Was sagt Ihr zu den Challenges aus Belgien? Welche These besonders wichtig, welche ist vielleicht auch Quatsch? Welche fehlen?
    Wie gefällt Euch die “ethnografische” Anmutung der Aufbereitung?

    Kommentare erwünscht und Austausch garantiert….

    Marktforscher mit Meinung?

    So, jetzt ist es schon Februar, das bedeutet, einer von zwölf Monaten aus 2010 ist dahin und Geschichte.

    Das Jahr ist ja mit einer ganzen Reihe von Übersichten zu Trends und Zukunftsszenarien für die Marktforschung gestartet. Ohne jetzt hier die einzelnen Links zu posten, es war viel Interessantes dabei, aber einiges ist auch eben in diesem ersten Jahreszwölftel auch schon überholt. Egal, was ich eigentlich hier posten wollte ist einer meiner Lieblingsbeiträge aus 2009. Ein bisschen anachronistisch vielleicht, gerade für so ein schnelllebiges Medium. Aber das mag man mir nachsehen.

    Alison Macleod hat auf ihrem tollen Blog im Oktober 2009 eine interessante Diskussion angestoßen, in der es im Großen und Ganzen um den schlechten Stellenwert geht, den Marktforschung in Unternehmen hat. Ebenso interessant sind die Kommentare. Vor allem der sehr lustige Kommentar von einem Guy am 16.10.09 ist eine Leseempfehlung, irgendwie tragisch-komisch.

    Jeder Punkt für sich ist ein Argument für Verbesserungen im Hinblick auf Qualität. Jeder Punkt gibt solchen Anstrengungen wie dem FOYER, dem BAQMaR oder der Research Liberation Front eine Berechtigung.

    Ich mag übrigens den Punkt i) von diesem Guy am liebsten. Und Ihr?

    Ethnografie Research App fürs iPhone…

    Vielleicht ein ganz interessantes Tool, diese Ethnografie Research App.

    Vielleicht aber auch nicht. Sie folgt so ein bisschen dem Do-it-Yourself Trend, der damit nun auch die qualitative Forschung erreicht. iPhone-Nutzer können nun überall Audio- und Videoaufnahmen mit Projektdaten versehen und verschicken. Jede Aufnahme ist selbstverständlich mit den Geodaten versehen, so dass der Ort den Aufnahmen automatisch zugeordnet wird.

    Ist das wirklich was, worauf die Welt gewartet hat? Weiß nicht, aber ich werde das wohl mal installieren und ausprobieren… Kann ja nicht schaden. Kostet aber 9,99 € und gibt es hier oder im App Store unter EverydayLives.

    Erfahrungsberichte willkommen…

    Messe Nachwehen…

    So, nun ist die #RR09-Messe ja schon einen ganzen Monat her. Ich habe mir fleißig einige Vorträge angehört und muss sagen, dass das ganze Spektrum meiner persönlichen “Finde-ich-interessant-Skala” vertreten war.

    Bei allen Vorträgen habe ich mir jedoch immer wieder eine Frage gestellt (und vielleicht ging es Euch ähnlich).

    Was würde passieren, wenn die Marktforschung alle Ihre Tools und Methoden mal für die eigene Branche ausprobieren würde?

    Entlang meiner #RR09-Vortragsroute mal ein paar Fragen, die man sich durchaus stellen könnte, wenn man will:

    • Wie wäre es mit einer MaFo-Trendmap? Welche Trend sind relevant?
    • Wie sieht denn die “ideal customer expereince” bei unseren Kunden aus, wenn das so wichtig ist?
    • Haben wir schon ausreichend die Vorteile von angepasstem MaFo-Crowdsourcing genutzt?
    • Wie steuern wir unsere Marke? Haben wir eine? Und wofür steht sie?
    • Und wie hängt das mit der Zufriedenheit unserer Kunden zuammen?
    • Lassen sich unsere Kunden ausschließlich nach Branchen und / oder Umsatz segmentieren?
    • Ist auch für uns Engagement wichtig? Wenn ja, wie lässt es sich planen und begleiten?
    • und … und … und …

    Welche Fragen findet Ihr interessant? Was würdet Ihr im Rahmen von mehr “research on research” untersuchen?